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In Chancengleichheit investieren!

Extra-Tipp Kolumne: Blick aus Berlin

Wir müssen in Bildung und Chancengleichheit investieren. Obwohl wir in einem wohlhabenden Land leben, hängt der Bildungserfolg noch allzu oft vom Geldbeutel der Eltern ab.

Das beginnt schon in der Kita. Egal ob arm oder reich – jedes Kind muss die gleichen Chancen auf Bildung bekommen. Dabei darf kein Kind ausgeschlossen werden. Durch die finanzielle Förderung des Sprach-Kita-Programmes von Familienministerin Manuela Schwesig werden insbesondere Kindern aus sozial schwachen Familien auch in Mönchengladbach unterstützt. Ein weiteres Förderprogramm ermöglicht die Verlängerung der Kita-Öffnungszeiten. Das kommt berufstätigen Familien und v.a. Alleinerziehenden und deren Kindern zu Gute, weil sich nun Arbeit und Kita-Betreuung besser miteinander vereinbaren lassen.

Auch in der Schule gilt es, jeden Menschen nach seinem Potential zu fördern. Es ist deswegen richtig, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung zusammen mit der NRWBANK 2 Mrd. Euro für gute Schulen investiert. Aber auch der Bund ist in der Verantwortung. Die SPD fordert deshalb 9 Mrd. Euro bis 2021 für eine nationale Bildungsallianz zur Modernisierung der schulischen Bildung.

Der Schule folgt Ausbildung oder Studium. Seit Willy Brandt Bundeskanzler a.D. hilft das BAföG auch jenen, die sich ansonsten kein Studium leisten könnten. Dank der umfassenden Reform zum 1. August diesen Jahres können 110.000 Studierende zusätzlich unterstützt werden. Auch Schülerinnen und Schüler von Berufsfachschulklassen profitieren. Mit der gleichzeitigen Reform des Meister-BAföGs steigen nicht nur die Zuschussanteile, gestärkt wird auch die Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit der beruflichen und akademischen Bildung.

Natürlich, all das kostet Geld. Wir müssen aber weiterhin weitsichtig in die Bildung investieren. Eine schwarze Null auf Kosten der Chancengleichheit ist inakzeptabel. Denn langfristig ist nur eines teurer als Bildung, nämlich keine Bildung.

Zu guter Bildung gehört natürlich auch etwas Zeit zum Entspannen. Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrerinnen und Lehrern erholsame Herbstferien.

Herzlichst

Ihre Gülistan Yüksel

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