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Borussia engagiert sich gegen Antisemitismus. Gülistan Yüksel: „Wichtiges Statement gegen Ausgrenzung“

Am Dienstag hat Borussia Mönchengladbach bei einer digitalen Veranstaltung die Erklärung der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) unterzeichnet. Dazu Gülistan Yüksel, Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Fanclubs „Fohlen des Bundestages“: „Antisemitismus ist an vielen Stellen unserer Gesellschaft verbreitet. Der Kampf dagegen kann uns also nur gesamtgesellschaftlich gelingen.“ Neben der Borussia engagieren sich aus Nordrhein-Westfalen auch VfL Bochum, Fortuna Düsseldorf, 1. FC Köln, Schalke 04 und Borussia Dortmund.

Mit der Unterzeichnung übernehmen die Vereine die Antisemitismus-Definition der IHRA: „Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“

Gülistan Yüksel: „Antisemitismus und Rassismus waren die ideologischen Grundlagen der Nationalsozialisten. Sie führten Deutschland und die Welt in die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts und ermordeten 6 Millionen Jüdinnen und Juden. Für uns muss klar sein: Nie wieder! Antisemitismus hat in unserer Gesellschaft nichts verloren.“

Im Deutschen Bundestag ist Yüksel seit 2015 Gründungsmitglied und Vorsitzende des Borussen-Fanclubs. „Über das klare Statement gegen Ausgrenzung freue ich mich sehr. Antisemitismus geht uns alle an. Gerade der Fußball hat die Möglichkeit, viele Menschen zu erreichen und hier eine klare Botschaft zu senden“, so Yüksel.

Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, war bei der digitalen Veranstaltung dabei und freut sich über das Engagement der Vereine: „Fußball hat nicht nur viele Fans in der ganzen Welt, sondern er hat auch Vorbildfunktion. Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder zunimmt, ist dieses Engagement ein wichtiges und leider auch notwendiges Signal“, so Müntefering.

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