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Staatsministerin Müntefering zu Gast bei der Europäischen Akademie für Glasmalerei

Glasmalerei, Müntefering

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Gülistan Yüksel war die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik beim Bundesminister des Auswärtigen, Michelle Müntefering, zu Gast bei der „Europäischen Akademie für Glasmalerei – Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e.V.“ in Mönchengladbach.

„Keine andere Malart kann eine so hohe Farbleuchtkraft und so große Helligkeitsunterschiede zeigen wie ein durchsichtiges Glasbild. Bereits in einem früheren Treffen konnte ich mich über den besonderen Stellenwert der Glasmalerei informieren. Ich freue mich, dass nun auch der lange geplante Besuch der Staatsministerin stattfinden konnte“, so Yüksel. Corona-bedingt konnte dieser allerdings nur in kleinem Rahmen stattfinden.

Michelle Müntefering bekam einen Einblick in die einmalige Dokumentation von Glasmalereien, die das Ehepaar Dr. Annette und Ernst Jansen-Winkeln über Jahrzehnte in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg und Limburg (NL) mühsam zusammengetragen hat.

„Die Stiftung zeigt ein großes Engagement, das auch bereits durch das Land NRW ausgezeichnet wurde. Es geht vor allem auch darum, anhand der Kunst der Glasmalerei in den Städten, Gemeinden und Dörfern zu zeigen, wie sich Gesellschaft entwickelt hat. Das hat neben der Archivierung und Forschung weiteres Potential, etwa für den Tourismusbereich und ist nicht nur eine Lebensaufgabe, sondern wird hier am Niederrhein auch sichtbar zu einem Lebenswerk“, zeigt sich Müntefering von ihrem Besuch in Mönchengladbach begeistert.

„Die vom Bürger gestifteten Werke der Glasmalerei, von der Bevölkerung geliebt, von der Kunstwissenschaft als angeblich kirchliche Auftragsware mit Missachtung gestraft, von den Amtskirchen nicht mehr benötigt, von der Denkmalpflege dem Abriss preisgegeben – jetzt ist die Zeit reif für eine Neubeurteilung dieses kulturellen Erbes, das seit dem Mittelalter die Menschen fasziniert und in ihren Bann zieht. Ende 2020 werden 150.000 dokumentierte Werke als Forschungsbasis zur Verfügung stehen“, fasst Dr. Anette Jansen-Winkeln das Ziel der Akademie zusammen. Weitere Informationen gibt es unter http://www.glasmalerei-ev.net/

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