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Neue Bundesstiftung unterstützt Ehrenamt

Foto:©BMFSFJ/Bertram_Hoekstra

Sie löschen Feuer, verteilen Lebensmittel an Obdachlose und schenken im Hospiz Nähe. Andere trainieren im Sportverein oder bieten Nachhilfe. Etwa 30 Millionen Menschen sind in Deutschland freiwillig engagiert. Mit der neuen „Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt“ mit Sitz in Neustrelitz will der Bund diese Menschen und ihre Strukturen unterstützen. Das entsprechende Gesetz der Koalitionsfraktionen hat der Bundestag am Donnerstag beschlossen.

Die Stiftung soll in Abstimmung mit den bereits bestehenden Bundesprogrammen u.a. die Vernetzung vor Ort und bei der Digitalisierung unterstützen sowie begleitende Forschungsvorhaben fördern. „Vorgesehen ist, dass die Stiftung jährlich 30 Millionen Euro aus Bundesmitteln für ihre Arbeit erhält. Im parlamentarischen Verfahren haben wir als SPD-Fraktion erreicht, dass die Stiftung nicht nur einen Service- und Beratungsauftrag haben wird, sondern zivilgesellschaftliches Engagement auch konkret finanziell fördern kann“, betont Yüksel, die selbst in der SPD-Arbeitsgruppe „Bürgerschaftliches Engagement“ mitarbeitet.

„Unsere Demokratie ist ohne zivilgesellschaftliches Engagement nicht vorstellbar. Die Strukturen vor Ort sind jedoch regional sehr unterschiedlich ausgeprägt“, sagt Yüksel. Um hier gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen, brauche es eine passgenaue Förderung. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen und Formen des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements in den vergangenen Jahren verändert. Neben den ursprünglichen und gewachsenen Formen des Engagements haben sich neue Formen herausgebildet, etwa im digitalen Bereich. Die Bundesstiftung soll diese und weitere Herausforderungen anpacken.  

„Neben der notwendigen strukturellen und finanziellen Unterstützung verdienen alle Engagierten unsere Anerkennung und unsere Bewunderung. So selbstverständlich, wie sie sich als stille Heldinnen und Helden des Alltags für die Gesellschaft engagieren, so selbstverständlich muss unsere Dankbarkeit sein“, betont Yüksel abschließend.

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