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Gesetz für bessere Löhne in der Pflege beschlossen Yüksel: „Mit dem Gesetz werten wir die Pflegeberufe nachhaltig auf“

Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz für bessere Löhne in der Pflege beschlossen. Damit ist die Grundlage dafür gelegt, dass sich die Entlohnung und die Arbeitsbedingungen in der Pflege spürbar verbessern. „Das Gesetz eröffnet die Möglichkeit, einen Tarifvertrag in der Pflege auf ganz Deutschland auszuweiten. Sollte es keinen Tarifabschluss wie von der SPD favorisiert geben, können Mindestlöhne und Mindeststandards für Arbeitsbedingungen in der Pflege festgesetzt werden. So stellen wir sicher, dass Pflegekräfte endlich die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen“, betont die Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.

Aktuell sind in Deutschland über 36.000 Arbeitsplätze in der Pflege offen. Auch in Mönchengladbach ist der Fachkräftemangel in der Pflege zu spüren: Ende April 2019 hat der Arbeiter-Samariter-Bund seinen ambulanten Pflegedienst aufgrund von Personalmangel eingestellt. „Von dem neuen Gesetz werden in erster Linie die Pflegerinnen und Pfleger profitieren – aber auch die gesamte Gesellschaft. Denn nur, wenn wir den Pflegeberuf nachhaltig aufwerten, werden mehr Menschen diesen verantwortungsvollen Beruf ergreifen. So gewährleisten wir, dass alle, die auf Pflege angewiesen sind, gut betreut werden“, so Yüksel.

Mehr Personal, bessere Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen bedeuten am Ende auch, dass mehr Geld in Zukunft für die Pflege benötigt wird. Die höheren Kosten dürfen aber nach Ansicht der SPD nicht zulasten der Pflegebedürftigen und ihrer Familien gehen. „Wir setzen uns deswegen dafür ein, dass künftig die Eigenanteile der Pflegebedürftigen gedeckelt werden – nicht die Leistungen der Pflegeversicherung. Kostensteigerungen müssten dann von der Pflegeversicherung bezahlt werden und nicht wie bisher von den Pflegebedürftigen. Dadurch werden die Kosten für eine menschenwürdige Pflege solidarisch auf die Gesellschaft verteilt. Niemand, der pflegebedürftig wird, soll in eine finanzielle Schieflage geraten“, stellt Yüksel abschließend klar.

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