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SPD will Langzeitarbeitslosen neue Perspektiven eröffnen: „Teufelskreis der Langzeitarbeitslosigkeit in Mönchengladbach durchbrechen“

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Rund 6.000 Menschen zählen in Mönchengladbach zu der Gruppe der Langzeitarbeitslosen. Mönchengladbach gehört zu den Städten mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit. Die Zahl der Kinder in so genannten Hartz-IV-Familien und die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss sind erschreckend groß. Trotz wirtschaftlichen Aufschwungs und einer Rekordbeschäftigung gibt es in diesen Gruppen wenig Bewegung. Um neue Ansätze auf dem Weg zu einem sozialen Arbeitsmarkt zu diskutieren, haben sich auf Einladung der SPD Mönchengladbach Vertreter von Stadt, Jobcenter, Wirtschaftsförderung und Trägern getroffen. Gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese, beteiligten sich Hans-Willi Körfges, Mitglied des Landtages und der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Mönchengladbach, Ralf Horst, an dem intensiven Austausch.

„Ziel einer sozialen Politik muss es sein, möglichst vielen Menschen Arbeit zu ermöglichen. Ein Arbeitsplatz ist immer auch mit Anerkennung verbunden und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe. In den Jahren 2018 bis 2022 sind insgesamt vier Milliarden Euro für die Stärkung des so genannten „sozialen Arbeitsmarktes“ vorgesehen. Vor Ort wollen wir dieses Geld sinnvoll einsetzen, um möglichst viele Menschen wieder langfristig in Arbeit zu bringen“, so Gülistan Yüksel, Bundestagsabgeordnete und Mönchengladbacher SPD-Vorsitzende.

„Gemeinsam mit den lokalen Akteuren wollen wir Ideen und Ansätze entwickeln, um die Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den allgemeinen oder den sozialen Arbeitsmarkt zu fördern. Dabei spielen mögliche Arbeitsplätze, die notwendige Langzeitförderung über den Passiv-Aktiv-Transfer und eine intensive Begleitung eine große Rolle. Wir sind der Meinung, dass neben den Trägern von Beschäftigungs- und Bildungsmaßnahmen auch die Stadt mit ihren eigenen Gesellschaften Verantwortung übernehmen muss. Wenn es uns nicht gelingt, den Teufelskreis der Langzeitarbeitslosigkeit zu durchbrechen, wird sich an den Zukunftsaussichten vieler Tausend Menschen in Mönchengladbach nichts ändern. Sobald der konkrete Gesetzentwurf vorliegt, müssen wir an einer Struktur arbeiten. Wir brauchen passende Jobs und setzen auf eine Kooperation von Wohlfahrtunternehmen, privaten Unternehmen, Stadt und städtischen Gesellschaften. Daneben müssen wir Strukturen für ein nachhaltiges Coaching stärken und aufbauen“ erklärt Felix Heinrichs, SPD-Fraktionsvorsitzender.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese war für das Gespräch extra aus Berlin angereist: „Keine Frage, die Situation von Langzeitarbeitslosen beschäftigt die Bundesregierung und die SPD-Fraktion im Bundestag besonders. Die bisherigen Fördermöglichkeiten haben zu kurz gegriffen. Daher wollen wir jetzt gezielt diejenigen erreichen, die mehr als sechs Jahre arbeitslos sind. Wir müssen nicht nur passende Jobs finden und Arbeitgeber beim Gehalt unterstützen sondern auch die Menschen intensiv begleiten. Wir brauchen neben einer Qualifizierung auch ein gezieltes Coaching. Dabei spielen die Träger von Beschäftigungs- und Bildungsmaßnahmen eine wichtige Rolle. Es ist gut, wenn sich die Akteure in Mönchengladbach an einen Tisch setzen und sich eng abstimmen.“

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