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Tag gegen Gewalt gegen Frauen – „Wir müssen Frauen helfen und das Schweigen brechen“

2016-11-22_empfang-bmfsfj-gewalt-gegen-frauenMehr als 100.000 Frauen wurden laut BKA im vergangenen Jahr Opfer von Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung und Stalking – fast jede zweite von ihnen lebte mit dem Täter in einem Haushalt. „Das Dunkelfeld ist noch deutlich größer, da sich viele betroffene Frauen aus Scham oder Angst vor weiterer Gewalt scheuen, die Tat zur Anzeige zu bringen. Ihnen müssen wir als Staat und Gesellschaft helfen“, sagt Gülistan Yüksel zum internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen.

„Laut BKA sind die Opfer von Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Partnerschaften fast ausschließlich Frauen. Umso wichtiger ist es, dass wir in diesem Jahr mit der Reform des Sexualstrafrechts einen Durchbruch für diese Frauen erreicht haben. Ab sofort wird jede nicht einvernehmliche sexuelle Handlung unter Strafe gestellt. Auch sexuelle Belästigung ist fortan strafbar“, erklärt Yüksel.

„Wenn Frauen den Mut aufbringen, sich aus der häuslichen Gewaltspirale zu befreien und ihr Schweigen zu brechen, müssen sie auf offene Türen stoßen. Dazu gehört auch, dass Opfern häuslicher Gewalt die nötige Infrastruktur zur Verfügung steht“, so Yüksel. Neben Frauenhäusern erwähnt sie das Hilfetelefon des Familienministeriums. Unter der Rufnummer 08000 116 016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen und Fachkräfte beraten lassen – anonym, kostenlos, barrierefrei und in 15 Fremdsprachen.

Weitere Informationen zum Hilfetelefon unter www.hilfetelefon.de.hilfetelefon-logo

 

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