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„Grundgesetz als Leitbild für unsere Einwanderungsgesellschaft“

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Kaum ein anderes Gesetzt wird so oft zitiert, wie dieser oberste Verfassungsgrundsatz aus Artikel 1 des Grundgesetzes – und kein anderes Gesetz ist so elementar. „Das Grundgesetz bildet das Leitbild für unsere demokratische und freiheitliche Kultur in Deutschland. Angesichts der Herausforderung, viele Menschen in die Gesellschaft zu integrieren, dient es auch als Leitbild für unsere Einwanderungsgesellschaft“, betont SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai. An diesem Tag vor 67 Jahren wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland feierlich verkündet.

Neben dem Schutz der Menschenwürde garantiert das Grundgesetz 18 weitere Grundrechte, die für alle Bürgerinnen und Bürger gelten – darunter Meinungs- und Pressefreiheit sowie Glaubensfreiheit. „Damit alle diese Freiheit leben können, setzt das Grundgesetz klare Grenzen, die niemand unter Hinweis auf seine Herkunft oder religiöse Überzeugungen verletzen darf“, sagt Yüksel.

„Das Grundgesetz schreibt auch Gleichberechtigung von Mann und Frau vor und ist damit Grundlage unseres heutigen modernen Familienrechts“, erklärt Yüksel. Es waren die beiden Sozialdemokratinnen Elisabeth Selbert und Friederike Nadig, die sich gegen den anfänglich heftigen Widerstand dafür einsetzten, dass Frauenrechte explizit im Grundgesetz verankert werden. In Artikel 3 heißt es daher heute: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“

„Das Streben der Mütter und Väter des Grundgesetzes verpflichtet uns auch heute noch wachsam zu sein und die niedergeschriebenen und garantierten Grundwerte mit Leben zu füllen“, betont Yüksel abschießend.

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