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Internationaler Tag der Jugend

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Der 12. August ist der Internationale Tag der Jugend. Die Vereinten Nationen haben ihn 1999 ausgerufen, um weltweit auf die Themen aufmerksam zu machen, die Kinder und Jugendliche direkt betreffen. Dabei sind die Herausforderungen global betrachtet sehr unterschiedlich. Während es in Europa vermehrt um Probleme wie die hohe Jugendarbeitslosigkeit im Süden des Kontinents geht, haben junge Menschen in den ärmsten Ländern der Welt häufig mit existenziellen Problemen wie Hunger oder dem Zugang zu sauberem Trinkwasser zu kämpfen. Der Internationale Tag der Jugend lenkt nicht nur den Blick auf all diese Belange, sondern fordert Jugendliche auch zur politischen Teilhabe und Mitgestaltung auf.

Gerade mit der demografischen Entwicklung werden der heutigen Jugend und den nachfolgenden Generationen höhere Bedeutung und Verantwortung zukommen. Deshalb gilt es, sie frühzeitig und bestmöglich zu fördern. Die Bundesregierung setzt sich auf nationaler, europäischer und globaler Ebene für die Rechte von jungen Menschen ein. So spielt z.B. der Schutz von Kindern und Jugendlichen in bewaffneten Konflikten gerade in Zeiten großer Migrationsbewegungen eine wichtige Rolle. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind dabei besonders schutzbedürftig. Mit teils traumatischen Erlebnissen bringt die vollständige Veränderung ihres Lebens sie vor riesige unbekannte Herausforderungen in einem neuen Land, dessen Sprache sie häufig nicht sprechen.

Vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend liegt ein Gesetzentwurf zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher vor. Dieser hat zum Ziel, die Situation von jungen Flüchtlingen deutschlandweit zu verbessern. Es ist wichtig, dass das Kindeswohl dabei oberste Priorität hat. Die Kapazitäten von Kommunen sind mancherorts schon so weit überschritten, dass eine dem Kindeswohl entsprechende Unterbringung, Versorgung und Betreuung erheblich erschwert bzw. nicht mehr möglich ist.

Politik soll nicht nur für, sondern vor allem auch mit Jugendlichen gemacht werden. Dazu gibt es vielseitige Programme. Junge Menschen können z.B. im Rahmen von Jugend-Demografie-Dialogen Vorschläge erarbeiten, die dann in die Diskussion zur Demografiestrategie der Bundesregierung miteinfließen. Außerdem wirken junge Menschen über den Strukturierten Dialog an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie mit. Dort treten Jugendliche und politische Entscheidungsträgerinnen und –träger regelmäßig in einen offenen Dialog zu ausgewählten Themen. Jugendliche erklären dabei ihre Anliegen, die Politikerinnen und Politiker debattieren mit ihnen darüber und beziehen diese bei ihrer Entscheidungsfindung mit ein.

Mitgestalten können junge Menschen auch beim Projekt „Ichmache>Politik|Demografie“, welches Jugendliche ermutigt, sich aktiv politisch zu beteiligen und miteinander über verschiedene Themen zu diskutieren. In Workshops und bei weiteren Aktivitäten bringen Jugendliche ihre Ansichten und Erfahrungen zum Thema demografischer Wandel ein. Junge Menschen erhalten mit diesem Projekt eine Gelegenheit, das Handeln und die Schwerpunkte der Arbeitsgruppe „Jugend gestaltet Zukunft“ im Rahmen der Demografiestrategie der Bundesregierung zu beeinflussen.

Weiterhin soll mit dem geplanten „Jugend-Check“, den die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode entwickeln will, ein Prüf- und Sensibilisierungsinstrument geschaffen werden, welches Maßnahmen auf ihre Vereinbarkeit mit den Interessen der jungen Generation überprüft.

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten“ – Passender könnte dieses Zitat des großen Sozialdemokraten Willy Brandt nicht sein. Durch die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft ist es von großer Bedeutung, dass auch junge Menschen bei ihrer Gestaltung aktiv mitwirken. Alle sind dazu herzlich eingeladen.

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