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Blick aus Berlin

Extra-Tipp Kolumne: Blick aus Berlin

Extra-Tipp Kolumne: Blick aus Berlin

Wenn ein Mensch todkrank ist, Schmerzen hat, verzweifelt ist, sollte er dann Hilfe zum Sterben bekommen, wenn er dies wünscht? In dieser Frage ist die Gesellschaft gespalten, geht sie doch einher mit Ängsten und Unsicherheiten. Viele sind der Meinung, Ärzten sollte die Bereitstellung von Sterbehilfe unter strengen Auflagen erlaubt sein. Andere denken, die Gesetze sollten so bestehen bleiben, wie sie sind; eine Lockerung könnte zur Freigabe der aktiven Sterbehilfe führen.

Die Diskussion geht quer durch alle Parteien. Der Deutsche Bundestag ist Ende vergangenen Jahres mit einer ersten Debatte in das sensible Thema Sterbehilfe eingestiegen: Sollen Gesetze zur Sterbehilfe liberalisiert werden oder reichen gültige Regeln aus? Soll man Sterbehilfevereine verbieten? Wie kann man Rechtssicherheit für Ärzte schaffen und die Hospiz- und Palliativversorgung verbessern? In Zusammenarbeit mit dem Ethik-Komitee der Städtischen Kliniken möchte ich diese und weitere Punkte mit Experten, Betroffenen und Ihnen in einer offenen Diskussionsrunde am Samstag, den 27. Juni 2015 um 11 Uhr im Elisabeth-Krankenhaus Rheydt (Verwaltungsgebäude) diskutieren.

Ich freue mich, dass ich meine Kollegin Bärbel Bas als Hauptrednerin gewinnen konnte. Sie sind herzlich dazu eingeladen, sich mit Fragen an unsere Experten zu wenden. Darüber hinaus sind die Gewährleistung einer guten ärztlichen Versorgung und die Ermöglichung einer menschenwürdigen Pflege Themen, die mich in Berlin zurzeit stark begleiten.

Gute Versorgung darf keine Frage des Wohnorts oder Einkommens sein. Der Deutsche Bundestag hat daher Maßnahmen beschlossen, damit sich Ärzte auch in ländlichen oder strukturschwachen Gebieten niederlassen. Gesetzlich Versicherte sollen schneller als bisher Termine bei Fachärzten bekommen. Zudem stärken wir mit dem Präventionsgesetz die Gesundheitsvorsorge in Kitas, Schulen, Pflegeheimen oder am Arbeitsplatz. Ziel ist es, Krankheiten zu verhindern, bevor sie entstehen.

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