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Solidarität mit Flüchtlingen

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Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Dieses Jahr gibt es einen traurigen Rekord, denn nie waren mehr Menschen auf der Flucht. Mit rund 60 Millionen Menschen gibt es heute sogar mehr Flüchtlinge als nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist umso mehr von großer Bedeutung, solidarisch zu handeln.

Die vielen Ursachen der Flucht können nur langfristig und auf internationaler Ebene gelöst werden. Gleichzeitig gilt es, auf europäischer Ebene die Seenotrettung im Mittelmeer auszubauen und in den Mitgliedsstaaten die Flüchtlinge besser zu versorgen. Bund, Länder und Kommunen – alle staatlichen Ebenen tragen Verantwortung dafür, dass Flüchtlinge, die in unser Land kommen, anständig versorgt und betreut werden.

Auf dem Flüchtlingsgipfel, der am Donnerstag in Berlin stattgefunden hat, haben die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder einen Aktionsplan beschlossen. Der Bund unterstützt mit seiner pauschalen Soforthilfe noch in diesem Jahr mit einer Milliarde Euro die Länder bei der Unterbringung der Flüchtlinge. Er stellt damit doppelt so viel Geld zur Verfügung wie im vergangenen Jahr zugesagt. Wichtiger noch: Ab 2016 wird sich der Bund dann strukturell und dauerhaft an den Kosten für Flüchtlinge beteiligen. Des Weiteren wollen Bund und Länder Asylverfahren beschleunigen und für Asylsuchende und Geduldete mit guter Perspektive auf einen dauerhaften Aufenthalt Integrations- und Sprachkurse ausweiten.

Rund ein Drittel aller nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge sind laut UNICEF noch Kinder. Viele von ihnen kommen ohne die Begleitung ihrer Eltern oder eines anderen Erwachsenen hier an. Mit dem Ziel, Kommunen künftig bei der Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher zu unterstützen, haben  das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration am 28. Mai 2015 das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden“ gestartet.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kommunen können in sechs regionalen Servicebüros konkrete Angebote erhalten, die sie vor allem bei der Etablierung lokaler Bündnisse aus Behörden, Vereinen sowie Bildungs- und Flüchtlingseinrichtungen vor Ort unterstützen.

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