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Mehr Transparenz und fairer Wettbewerb bei Hotelbuchungen im Internet

GY und Hiller-Ohm

Buchungs-, Bewertungs- und Vergleichsportale von Hotelangeboten im Internet können Reiseinteressierten wertvolle Orientierung, Komfort und Sicherheit im Angebotsdschungel bieten. Notwendig sind aber mehr Transparenz und ein fairer Wettbewerb zwischen den Onlineportalen und den Hotels, erklären Gabriele Hiller-Ohm und Gülistan Yüksel.

„Die Tourismuspolitikerinnen und -politiker der SPD-Bundestagsfraktion haben sich in einem Fachgespräch mit führenden Buchungs- und Bewertungsportalen, dem Hotelverband Deutschland und dem Verbraucherzentrale Bundesverband über die Chancen und Risiken der Onlinebuchungen ausgetauscht.

Immer mehr Menschen buchen ihre Reisen und Unterkünfte im Internet. Buchungs- und Bewertungsportale ermöglichen nicht nur die einfache und schnelle Buchung eines Hotels, sondern bieten direkt verfügbare Preisvergleiche und Bewertungen anderer Hotelgäste. Kleinen Betrieben kann es mit Hilfe der Portale gelingen, ihr Hotel im Internet besser und mit deutlich größerer Reichweite zu präsentieren. Welches Hotel aber aus welchen Gründen an der Spitze des Onlinerankings steht, wie sich Provisionszahlungen auf Preise auswirken und wie Bewertungen zustande gekommen sind, bleibt Hotelsuchenden in der Regel verborgen.

Das muss sich ändern. Verbraucherinnen und Verbraucher benötigen Transparenz darüber, inwiefern das Ranking von Provisionszahlungen der Hotels abhängt und ob die Hotelbewertungen auf manipulierte Einträge geprüft werden. Wer Buchungs- und Bewertungsportale nutzt, muss sich zudem sicher sein können, dass Daten sensibel und vertraulich behandelt werden. Die Portale müssen sicherstellen, dass persönliche Angaben der Buchenden nicht zur Profilbildung verwendet oder verkauft und nur verschlüsselt übertragen werden.

Best-Preis-Klauseln, mit denen Buchungsplattformen Hotels verbieten, Gästen außerhalb des Portals niedrigere Preise anzubieten, verzerren den Wettbewerb zwischen den Buchungsplattformen und gehen meist zu Lasten von Hotels und Gästen. Dass das Bundeskartellamt die Streichung der Klauseln von Buchungsportalen einfordert, ist der richtige Weg zu fairem Wettbewerb. Wir brauchen darüber hinaus EU-weit einheitliche Regelungen, die sich am hohen Verbraucherschutzniveau Deutschlands orientieren.“

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