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Gleicher Lohn, für gleiche Arbeit.

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(Foto: Yüksel)

Der Equal Pay Day am 20. März steht symbolisch für das Datum, an dem Frauen das erste Mal bezahlt werden, würde man die 22 prozentige Lohndifferenz ins Arbeitsjahr einrechnen. Volle 79 Tage später als ihre männlichen Kollegen kriegen Frauen damit erst ihr Gehalt. Die Lohnlücke beträgt derzeit 22 Prozent und ist damit seit Jahren nahezu unverändert. Es ist blamabel, dass das wirtschaftlich erfolgreiche Deutschland in dieser Hinsicht EU-weit zu den Schlusslichtern zählt.

Selbst wenn man aus der Statistik herausrechne, dass Frauen öfter in Teilzeit arbeiten, für die Familie im Beruf pausieren und seltener in Führungspositionen seien, bliebe eine Lohnlücke von 7 – 8 Prozent. Dabei handelt es sich um unmittelbare Lohndiskriminierung. Darauf weisen wir am heutigen Equal Pay Day mit diverse Aktionen hin. So rufen die Frauen des BPW (Business & Professional Women) mit der Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig dazu auf, am Equal Pay Day rote Taschen zu tragen, als Symbol für den Protest gegen ungleiche Entlohnung. Die Farbe der Tasche symbolisiert dabei rote Zahlen und die Tatsache, dass Frauen weniger in der Tasche haben als Männer.

Genauso wichtig ist es, die Kinderbetreuung auszubauen und die Partnerschaftlichkeit in den Familien zu stärken. Mit dem Elterngeld Plus haben wir ein Instrument, das nicht nur Männern in der Familie mehr Möglichkeiten verschafft, sondern auch Frauen im Beruf beweglicher macht.

In Sachen Gleichberechtigung wird die Frauenquote vor allem in der Wirtschaft dazu beitragen, einen Kulturwandel in den Chefetagen zu beschleunigen und die Unterschiede bei den Gehältern zu verringern.

Mit der Kombination all dieser Bausteine tragen wir dazu bei, die Lohnlücke zu schließen und auch in Sachen Bezahlung Gerechtigkeit und Gleichstellung zu schaffen. Ziel muss es sein, die Lohnlücke so weit zu schließen, dass der Equal Pay Day in Zukunft immer früher im Jahr begangen wird. Aufhören für gerechte Entgeltgleichheit zu kämpfen werden wir erst, wenn der Equal Pay Day am 1. Januar des neuen Jahres begangen wird, d.h. wenn die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern nicht mehr existiert.

Anlässlich des Equal Pay Day hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am 19. März die neue Internetseite zum Projekt „Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!“ freigeschaltet. Das gemeinsame Projekt von Bundesfamilienministerium und DGB will die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen stärken.

Impressionen vom Equal Pay Day


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Weitere Informationen rund um den Equal Pay Day

Klicken Sie hier für unsere Broschüre zum Thema „Gleichheit voranbringen – mehr Chancen für Frauen.“

Internetseite des DGB „Was verdient die Frau?“

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