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Blick aus Berlin Februar 2015

Blick aus Berlin

Extra-Tipp Kolumne: Blick aus Berlin

Extra-Tipp Kolumne: Blick aus Berlin

Während der Sitzungswochen in Berlin, gab es die Aktion Red Hand Day, an der ich mich gemeinsam mit anderen Kollegen beteiligt habe. Die Initiative soll auf das Elend von Kindersoldaten aufmerksam machen. Weltweit gibt es immer noch über 250.000 Kindersoldaten, die von lokalen Kriegsherren für abscheuliche Taten missbraucht werden. Unsere rote Hand steht für ein klares „Nein!“ zum Einsatz von Kindersoldaten.

Im Familienausschuss war Joanna Goodey von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte zu Gast, um die europaweite Studie „Gewalt gegen Frauen“ vorzustellen. Leider ist das Thema in Deutschland oft noch ein Tabu. Zu oft schämen sich die von Gewalt betroffenen Frauen, über ihr Leid zu sprechen. Wir müssen Angebote, wie das bundesweite Hilfetelefon (0800 0 116016), weiter bewerben.

Ebenso wichtig war die Gedenkfeier anlässlich des 70. Jahrestages zur Befreiung von Ausschwitz. Ich hatte Gelegenheit, bei der Gedenkfeier teilzunehmen, die der Bundestag seit 20 Jahren begeht. Was die sowjetischen Soldaten vorfanden, als sie durch die Tore des Massenvernichtungslagers liefen, kann man sich heute schwer vorstellen. Zu schrecklich sind die Bilder und Geschichten, die wir heute kennen. Die SPD Bundestagsfraktion schreibt zur Erinnerung jedes Jahr den Otto-Wels-Preis aus. Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren können sich mit Beiträgen zum Thema „Freundschaft und Verantwortung in den israelisch-deutschen Beziehungen“ beteiligen. Mehr Informationen dazu finden Sie auf www.spdfraktion.de.

Die Nachricht vom Tode Udo Latteks erreichte mich in jenem Moment als ich mit meinem Kollegen Udo Schiefner die Gründung eines Borussia Fanclubs im politischen Berlin verabredet hatte. Udo Lattek, Trainer Legende Deutschlands, hat auch für unseren Verein eine besondere Bedeutung. Die Erinnerung an ihn bleibt in unseren Herzen.

Ein weiteres sehr bewegendes Ereignis war der Tod von Richard von Weizsäcker. Ich durfte ihn persönlich kennenlernen. Er war für mich eine zentrale Persönlichkeit und in seiner Rolle als Bundespräsident eine Identifikationsfigur. Zurecht genoss er in der Bevölkerung großes Vertrauen. Seine Äußerungen fanden stets Gehör und seine Stimme wird Deutschland fehlen.

Herzlichst

Ihre

Gülistan Yüksel, MdB.

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