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Mehr Geld für Jugendmigrationsdienste und für Stärkung von Vielfalt und Toleranz

Demokratie und Toleranz Logo

Erfolg: 10 Millionen Euro mehr für Vielfalt und Toleranz!

Die Ergebnisse des NSU- Untersuchungsausschusses haben dramatisch verdeutlicht, dass zielgerichtete Präventionsstrategien von Kommunen, Ländern, dem Bund und der Zivilgesellschaft nötig sind, um demokratiegefährdenden Entwicklungen entschlossen entgegenzutreten. Auch die jüngsten Ereignisse in Köln haben gezeigt, dass wir gegen Angriffe auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, verbunden mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und anderen Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit deutlich Flagge zeigen müssen.

Der Bund stellt für Maßnahmen zur Stärkung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie zukünftig 10 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Damit stehen ab 2015 dafür insgesamt 40,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Für die Bundesprogramme wie „Demokratie leben!“ muss man auch Geld in die Hand nehmen, um Vereine, Projekte und Initiativen zu unterstützen, die hier aktiv sind. Denn dies sind „Leuchtturm-Projekte“ für ein Mehr an Demokratie. Die lokalen Aktionspläne leisteten hervorragende Arbeit und auch Opfer- und Ausstiegsberatung sind wichtige Anlaufpunkte.

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1 Million Euro zusätzlich für Jugendmigrationsdienste

Bessere Integrationschancen – dafür setzen sich in Deutschland die weit über 400 Jugendmigrationsdienste, kurz JMD genannt, ein. Hier werden junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren professionell begleitet und bei ihrem Integrationsprozess aktiv unterstützt. Für diese Arbeit steht ihnen zukünftig eine Million Euro mehr zur Verfügung.

Die JMD bedienen sich eines breitgefächerten Angebotes, von der Einzelfallberatung bis hin zur Arbeit in der Gruppe. Ziel ist eine Verbesserung der Integrationschancen, etwa durch Jugendbildungsangebote, interkulturelle Trainings oder Angebote zum Spracherwerb. Außerdem vermitteln die Jugendmigrationsdienste passgenaue lokale Angebote, erstellen individuelle Förderpläne und begleiten junge Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer. Die Dienste werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Der entsprechende Projektfördertitel im Kinder- und Jugendplan des Bundes, dem zentralen Förderinstrument der Kinder- und Jugendhilfe auf Bundesebene, wurde um eine Millionen Euro aufgestockt.

„Ich freue mich, dass zukünftig mehr Geld und damit auch mehr Handlungsspielräume vorhanden sind, denn die Jugendmigrationsdienste leisten sehr wertvolle Arbeit! Wenn wir uns die demographische Entwicklung in unserem Land anschauen und auch den Fachkräftemangel, dann wird die Notwendigkeit deutlich, die Kompetenzen junger Migrantinnen und Migranten zu fördern und bessere Bildungschancen zu eröffnen.“, so Gülistan Yüksel, die Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist.

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