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Nachhaltiger Tourismus als Chance für die Entwicklung von Regionen

gab-hiller-ohm

Der 35. Weltourismustag* stand unter dem Motto „Tourismus und gemeinschaftliche Entwicklung“. Gabriele Hiller-Ohm, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion erklärt dazu: Der Tourismus wird langfristig nur dann zur Entwicklung von Regionen beitragen, wenn die lokale Bevölkerung einbezogen wird.

„Ziel des Welttourismustages ist es, die Bedeutung des Tourismus für die Volkswirtschaften der Länder herauszuheben. Er steht in diesem Jahr unter dem Thema „Tourismus und gemeinschaftliche Entwicklung“. Tourismus kann die wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit von Regionen maßgeblich fördern. Der Tourismus wird aber langfristig nur dann zur Entwicklung von Regionen beitragen, wenn die lokale Bevölkerung einbezogen wird. Sie sollte gleichberechtigt an den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Vorteilen teilhaben können.

Das Reiseland Deutschland steht auf der Beliebtheitsskala weltweit weiterhin ganz oben. 155 Millionen Gäste aus dem In- und Ausland machten im letzten Jahr in Deutschland Urlaub. Das gute Preis-Leistungsverhältnis spielt neben landschaftlicher Schönheit, kultureller Vielfalt und einem breitgefächerten Angebot eine maßgebliche Rolle bei der Wahl des Urlaubsziels.

Knapp drei Millionen Menschen arbeiten in Deutschland im Tourismusbereich, der somit auch die Lebensgrundlagen vieler Menschen vor Ort schafft. Tourismus stärkt regionale Gemeinschaften und eröffnet strukturschwachen Regionen neue Chancen für eine bessere Zukunft.

Für die SPD-Bundestagsfraktion ist der Tourismus deshalb in ländlichen Räumen ein zentrales Zukunftsthema mit großem Entwicklungspotential. Zum Beispiel für den Wassertourismus und den Kulturtourismus. Der Tourismus in ländlichen Räumen ist vor allem durch kleine und mittelständische Unternehmen geprägt. Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit spielen hierbei eine große Rolle.

Damit der Tourismus in Deutschland auch zukünftig seine starke Magnetwirkung vor allem auch im ländlichen Bereich voll entfalten kann, ist es notwendig, wirksame Strategien gegen den sich abzeichnenden Fachkräftemangel gemeinsam mit der Branche zu entwickeln. Wir setzen uns für bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen im Hotel- und Gaststättengewerbe ein. Kleine Betriebe können sich zu Ausbildungsverbünden zusammenschließen, um eine qualitativ hochwertige, attraktive Ausbildung sicherzustellen. Verbesserungen muss es bei der Bezahlung aber genauso wie bei den Arbeitsbedingungen geben. Auch im Hotel- und Gaststättengewerbe muss eine Vereinbarung von Familie und Beruf möglich sein. Mit der Einführung des Mindestlohns wird sich die Situation vieler Menschen – vor allem Frauen – verbessern, die in der Tourismusbranche arbeiten.“

 

*weiterführende Infos

 

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