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12. Mai als Internationaler Tag der Pflege gewürdigt

Internationaler Tag der Pflege

Internationaler Tag der Pflege

Internationaler Tag der Pflege

In jedem Jahr wird der Geburtstag von Florence Nightingale, der 12. Mai, als Internationaler Tag der Pflege gewürdigt.

„Älter werdende Menschen, pflegende Angehörige, Pflegefachkräfte – alle Teile der Bevölkerung sind früher oder später mit dem Thema Pflege beschäftigt“, erklärt Gülistan Yüksel: „Bei der nötigen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung müssen die häusliche Pflege, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, gute Arbeit für Pflegefachkräfte und gute Pflegeinfrastruktur auch im ländlichen Raum gestärkt werden.“

Für das Jahr 2025 wird ein Mangel von bundesweit ca.152.000 Pflegekräften prognostiziert. Der Bundesverband der privaten Anbieter sozialer Dienste spricht sogar von 250.000 fehlenden Fachkräften in der Altenpflege bis 2020.

Die von der SPD bereits im März 2012 formulierten Forderungen finden sich im Wesentlichen in den Aussagen des Koalitionsvertrages wieder:

  • Wir wollen „den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff auf der Grundlage der Empfehlungen des Expertenbeirates in dieser Legislaturperiode so schnell wie möglich einführen.“
  •   Die „Betreuungsleistungen (werden wir) weiter ausbauen und auf alle Pflegebedürftigen ausdehnen. Bei einem Schlüssel von einer Betreuungskraft auf 20 Pflegebedürftige werden so zum Beispiel in stationären Einrichtungen insgesamt bis zu 45.000 Betreuungskräfte tätig sein.“
  • Leistungen wie die „Kurzzeit- und Verhinderungspflege, die Tages- und Nachtpflege sowie die unterschiedlichen Betreuungsformen sollen besser und flexibler aufeinander abgestimmt werden.“
  • Die zehntägige Auszeit für Angehörige, wird aufbauend auf der geltenden gesetzlichen Regelung mit einer Lohnersatzleistung analog des Kinderkrankengelds gekoppelt.
  •  Im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten treten wir „für Personalmindeststandards im Pflegebereich ein und wollen die Pflegeberufe aufwerten.“
  •  „Wir wollen die Pflegeausbildung reformieren, (…) mit einer gemeinsamen Grundausbildung und einer darauf aufbauenden Spezialisierung für die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege“
  •  „Wir werden in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe klären, wie die Rolle der Kommunen bei der Pflege noch weiter gestärkt werden kann. Insbesondere soll geklärt werden, wie die Steuerungs- und Planungskompetenz für die regionale Pflegestruktur gestärkt werden kann.“

Auch die Kommunen können einen wesentlichen Beitrag leisten:

  • Förderung der Pflegeberatung durch Ausbau der Pflegestützpunkte.
  •  Förderung des Mehrgenerationenwohnens und der Wohngemeinschaften für Menschen mit besonderen Unterstützungsbedarf.
  •  Ausbau der Partizipationsmöglichkeiten älterer und Pflegebedürftiger zur gemeinsamen Gestaltung der kommunalen Infrastruktur.
  •  Ausbau des barrierfreien öffentlichen Nahverkehrs insbesondere in ländlichen Regionen.
  •  Förderung des Ehrenamts beispielsweise zur Unterstützung von Menschen mit Demenz.
  •  Schaffung von barierefreiem Wohnraum beispielsweise durch die Gründung von Wohngenossenschaften.

Die Reform ist in zwei Stufen nach etwa folgendem Zeitplan angelegt:

1. Stufe Pflegereform:

  • Erhöhung des Beitragssatzes um 0,3% zum 1. Januar 2015.
  • kurzfristige Umsetzung von Leistungsverbesserungen, Pflegevorsorgefonds, Erprobung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs in Modellregionen
  • Inkrafttreten voraussichtlich 1.1. 2015

2. Stufe Pflegereform:

  • Förderung der Pflegeberatung durch Ausbau der Pflegestützpunkte.
  •  Förderung des Mehrgenerationenwohnens und der Wohngemeinschaften für Menschen mit besonderen Unterstützungsbedarf.
  •  Ausbau der Partizipationsmöglichkeiten  älterer und Pflegebedürftiger zur gemeinsamen Gestaltung der kommunalen Infrastruktur.

 

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