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Inklusion und der Beitrag der Erziehungshilfen

19-02-2014_Gülistan_parl Frühstück_MüttergenesungswerkDie Erziehungshilfeverbände in Deutschland – Bundesverband für Erziehungshilfe (AFET), Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe (BVkE), Evangelischer Erziehungsverband (EREV) und die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) haben Abgeordnete des Ausschusses Familien, Senioren, Frauen und Jugend (FSFJ) zu einem Austauschgespräch zum Thema „Inklusion und der Beitrag der Erziehungshilfen“ eingeladen. Auch ich habe daran teilgenommen.

Herr Paul Lehrieder, Vorsitzender des Ausschusses FSFJ bedankte sich für die Initiative der Erziehungshilfefachverbände zu diesem Gespräch und stellte fest, dass die große Anzahl der erschienenen Abgeordneten eine Wertschätzung der Arbeit der Erziehungshilfefachverbände sei. Er sieht in der Frage der Weiterentwicklung der Inklusion in unserer Gesellschaft einen hohen Austauschbedarf mit den „Expert(innen) der Praxis und setzt sich zukünftig verstärkt für den Dialog ein. Stefan Leister, stellvertretender Vorsitzender des BVkE bedanke sich für die Einladung und die Möglichkeit des Gespräches und eröffnete mit einem kurzen Überblick über inklusive Modellprojekte in Einrichtungen und Diensten der Erziehungshilfe. Daraufhin folgten drei Statements von Vertretern der weiteren Erziehungshilfefachverbände zu:

  • „Große Lösung“ – alle behinderten jungen Menschen unter dem Dach
    Jugendhilfe: Chancen und Begrenzungen, Frau Ulrike Herpich – Behrens (AFET)
  • Aus der Praxis: Modelle inklusiver Heimerziehung, Dr. Hans-Ullrich Krause (IGfH)
  • Aus der Praxis: Inklusion – Anforderungen an die Weiterentwicklung der Fachkräfte-Qualifikation, Dr. Björn Hagen (EREV)

Frau Dr. Reimann MdB der SPD Fraktion versicherte, dass der Ausschuss die Umsetzung der „Großen Lösung“ aktiv begleiten und unterstützen wird. Der Ausschuss will dabei die Aspekte, die von den Verbänden vorgebracht wurden in die gesetzliche Umsetzung berücksichtigen. Sie betonte, dass aus Sicht von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die offenen Lücken zu den Schnittstellen Sozialgesetzbüchern zu regeln und zu sortieren sind. Weiter warnten Abgeordneten und Vertreter(innen) der Verbände, die über 18 jährigen zurückzulassen. Sie bedürfen der besonderen Unterstützung, damit Sie die gleichen Teilhabechancen an unserer Gesellschaft erhalten.

Der Vorsitzende des Ausschusses Herr Paul Lehrrieder bot an, dass für weitere Fachgespräche Vertreter(innen) der Verbände hinzugezogen werden können. Außerdem baten die Abgeordneten Standards bei der Umsetzung der „Großen Lösung“ zu formulieren, um diese in die Debatte der Zuständigkeit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch das SGB VIII einzubringen.

Weiterführende Unterlagen der Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link: http://www.bvke.de/90011.html

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